









Geboren im Jahr der Währungsreform 1949, ist Maren Kroymann seit gut 20 Jahren als Schauspielerin, Sängerin, Kabarettistin und Entertainerin bekannt. Derzeit ist sie u.a. in der RTL-Comedy "Mein Leben & ich" und mit ihrem Bühnenprogramm "Gebrauchte Lieder" zu sehen.
Maren wuchs als Professorentochter und Jüngste mit vier Brüdern in Tübingen auf. Nach dem Abitur 1967 begannen turbulente Zeiten: Auslandsaufenthalte (USA und Paris) Schauspielunterricht und erste Theatererfahrungen. Neben dem Romanistik- und Anglistikstudium begann in Paris ihr politisch wacheres und frauenbewegtes Leben. 1971 ging sie nach Berlin und engagierte sich dort u.a. im linken Hanns-Eisler-Chor und rutschte so nach dem Staatsexamen ziemlich unorthodox in ihren Beruf. Mit ihrem ersten Bühnenprogramm "Auf du und du mit dem Stöckelschuh" (Untertitel: "Vom Mädel zum Fräulein, vom Fräulein zur Frau - Schlager wiesen mir den Weg") ließ sie 1982 durch die gewitzte Aneinanderreihung von Schlagern der 50er Jahre, die sie mit spitzzüngigen Kommentaren und herzhaften Parodien garnierte, die wundersame Welt dieser Jahre in all ihrer Piefigkeit und ihrem Weiblichkeitswahn wieder auferstehen. Bis 1986 ging sie mit dieser Soloshow auf Tournee und wurde damit zur Wegbereiterin einer neuen Form des satirischen Entertainments.
Dadurch wurde Maren fürs Fernsehen entdeckt und sie spielte die Hauptrolle in den ARD-Serien "Oh Gott, Herr Pfarrer" (1988) und "Vera Wesskamp" (1992). Daneben hat sie das Kabarett nicht aus den Augen verloren. Neben Auftritten in "Scheibenwischer" und "Jonas" sowie in den Reihen "Mascha aus der Maske" (N3) und "Nachschlag" (ARD) hatte sie von 1993-97 als einzige Frau im deutschen Fernsehen ihre eigene Satiresendung "Nachtschwester Kroymann" (ARD) und wurde damit zur Ikone der Frauen-Satire. Seit 1980 arbeitet Maren zudem regelmäßig als Sprecherin für Radiofeatures, Hörspiele und Hörbücher.
1993 hatte sie ihr Coming Out vor einem Millionenpublikum: Sie ließ sich mit ihrer damaligen Lebensgefährtin für den "Stern" fotografieren. Seitdem ist sie eine der bekanntesten offen lesbischen Frauen in Deutschland und äußert sich immer wieder zu Geschlechterfragen und Homo-Themen, wie zuletzt als Moderatorin der WDR-Sendung zum Kölner CSD 2003. Am 8. März 2000 erhielt Maren Kroymann den Berliner Frauenpreis für ihr "Werk als Kabarettistin und Schauspielerin und ganz besonders für ihr mutiges und wegweisendes feministisches Kabarett".
Zu ihren Kinofilmen zählen "Brandnacht" (1992) von Markus Fischer, Hape Kerkelings "Kein Pardon" (1993) und die Sönke Wortmann-Filme "Das Superweib" (1996) und "Der Campus" (1998). 2001 lief Andrea Weiss' und Wieland Specks Doku-Fiction "Escape to Life" über die dramatische Lebensgeschichte von Erika und Klaus Mann im Kino (ab Mai 2004 auf DVD erhältich). Im Dezember 2003 wurde in der ARD der Fernsehfilm "Der Preis der Wahrheit" mit Maren Kroymann in der Hauptrolle ausgestrahlt, der Tatort "Bienzle und der steinerne Gast" und die Komödie "Ein Baby zum Verlieben" waren 2004 in der ARD zu sehen. 2006 spielte sie die Hauptrolle in Angelina Maccarones SM-Drama "Verfolgt", der beim Filmfest in Locarno seine Weltpremiere feierte.
Weitere Rollen in TV-Filmen und Serien: "Tatort - Bienzle und das Doppelspiel" (2000), "Anna Marx: Auf eigene Gefahr" (mit Thekla Carola Wied, 2000), "Wolffs Revier" (Serienepisoden, 1992 und 1996), "Lukas" (Comedyserie mit Dirk Bach, 1997 und 1999), "Gisbert" (Comedyserie mit Hape Kerkeling, 1999) u.a.
Seit 2000 ist Maren mit ihrem neuen Bühnenprogramm "Gebrauchte Lieder" mit ihrer Band regelmäßig live in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu sehen und hören. Außerdem ist eine CD mit dem Programm erschienen.
Maren lebt in Berlin. Seit 1996 ist sie mit der Fernsehjournalistin Claudia Müller zusammen.
Homepage: www.marenkroymann.com