






Hm.Da sacht man sich, och komm tuste auf diese Website onoch eben nen Lebenslauf drauf, weil, das is vielleicht für so nen Fan ganz schön – und dann sitzt de da un denks, Mann, wat haste da `n Fass aufgemacht.
Du liebe Güte! Ach Du grüne Neune! Scheiße auch.
Ja, wat jetz?
Ok, 1963 geboren, dat hättemer schomma.
So.
Boah, soo alt?! Ich?!
Auwei.
Paß raus, nachgucken, stimmt so, Verblüffung.
Ging dat doch so schnell... Hatt ich gar nich so mitgekriegt...
aaach, ...der Johannes Heesters, wat soll der denn sagen?
Genau.
Außerdem sind meine beiden Brüder noch älter als ich, und meine Eltern erst!
Außerdem kenn ich da noch so`n paar, also da bin ich auf jeden Fall jünger!
So.
Wie jetzt weiter?
Jou, also in die Schule gekommen,
das dauerte und dauerte
und dann zum Schluß doch mim Abi da raus.
Und dafür so`n Theater!
Was hätt ich in den 13 Jahren alles machen können!
Schöne Reisen, ne Berufsausbildung...
Dann hab ich die halt nach der Schule gemacht.
Geht auch.
Sozialarbeit studiert.
Tja. Wat hatt ich erwartet? Bis auf die Praktika nich viel gelernt – wat soll so`n Soziologie – Professor auch aus der Praxis erzählen,ne?
Danach endlich ans Arbeiten gekommen, Familienberatungsstelle.
Jou, da war ich richtig! Das war hochkreatives Arbeiten, weil jede Familie, jede Situation eigene und neue Lösungen verlangte, auf deren Suche man sich dann zusammen begeben musste!
Noch ne Zusatzausbildung in systemischer Familientherapie obendrauf,
und jetzt kommt sie – die Frage, die JEDER stellt:
"Ahh, dann haben Sie daher sicher auch Ihre komischen Geschichten, die Sie als Annemie oder Cordula erzählen?"
Und hier kommt sie, die Antwort, die ich darauf IMMER gebe:
"Nein, in den Familiengesprächen haben wir zwar auch viel gelacht, weil`s manchmal ja auch recht komische Züge annimmt, wie ein jeder in seiner Familie so rumkämpft, aber was ich in den Jahren von den Leuten erfahren habe eignet sich weniger für die Bühne und um komische Geschichten zu erzählen, empfehle ich aufmerksames Bahnfahren, Zeitung holen, bei Rot warten, bei Rot rübergehen, an der Kasseanstehen u.s.w. Da gibt es Stoff satt."
So. Wie ging dat dann weiter?
Die Annemie Hülchrath hab ich mir 1992 für ne Karnevalssitzung ausgedacht und plötzlich, paar Jahre später, ich denk, ich guck nich richtig, kommt der Jürgen Becker in unsere Sitzung un sacht, ich soll in seine "Mitternachtsspitzen" kommen.
Dä.
Und im selben Jahr, 1995, hat tm3 ( kennt Ihr noch den "Frauensender"?) `ne Moderatorin für die Comedyshow "Manngold" gesucht.
Dann hab ich mir auf der Bahnfahrt zum Casting die Melanie ausgedacht – und klong hatte ich 16 Folgen für tm3 an der Backe.
Also 1 Jahr lang im Urlaub Dreharbeiten, ansonsten Mo – Fr ins Büro.
Heulkrämpfe vor Erschöpfung und die Frage: wat jetz?
1996 Ausstieg aus meinem ersten Beruf (wieder Heulkrämpfe) und Einstieg in das Haifischbecken Fernsehen (Heulkrämpfe)
Bildung von ersten Tränensäcken
1997 sechs weitere Folgen "Manngold" – diesmal fürs ZDF
1998 12 Folgen "Sonst gerne" - Melanies Personalityshow
1998 Einstieg als Kabarettistin bei "Zimmer frei"
2001 11 Folgen "Annemie auf Hausbesuch"
2001 erstes Bühnenprogramm "Andererseits wiederum"
Oktober 2001 Nominierung beim Deutschen Comedy-Preis 2001 als "Beste Komikerin"
2002 "Annemie Hülchrath - Der Talk"
8 Folgen, WDR
Oktober 2002 Nominierung in der Kategorie "Beste Komikerin" beim Deutschen Comedy-Preis
2003/2004 "Annemie Hülchrath - Der Talk"
20 Folgen, WDR
2004 seit September wöchentlich auf SAT.1: "Schillerstrasse"
So. Un da bin ich jetz.
Noch Fragen?
Ja, dann weiß ich jetz aber auch nich mehr ...
Ich habs ja gesacht, da willste ma eben n Lebenslauf ...un dann machste da so`n Faß auf!
Außerdem – wen interessiert das alles?!
Nachher will da einer viel lieber wissen, ob meine Mutter onoch Geschwister hat
un ich lieg mit meinem Aufsatz hier voll daneben!
Da kämpft so einer sich bis hierher durch - und kein Wort über meine Mutter!
Da fühlt man sich doch verscheißert!
Man wird doch überall nur noch über den Tisch gezogen!

Homepage: www.cordula-stratmann.de